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Die Hey-Orgel der Christuskirche

Die Hey-Orgel der Christuskirche Oberhausen nach historischen Vorbildern der späten Bach-Zeit wurde im September 2001 fertiggestellt. Die Orgel mit 32 Registern fügt sich mit ihrer klaren, eigenständigen Formgebung harmonisch in den Kirchenraum ein, die Aufteilung der einzelnen Werke ist deutlich im Prospekt sichtbar. Die Spieltraktur wurde rein mechanisch angelegt. In ihrer Ausgewogenheit von Principalen, Flöten, Streichern, Aliquoten, Mixturen und Zungenregistern bietet die Hey-Orgel ideale Möglichkeiten insbesondere zur Darstellung der Musik Bachs und seiner Zeitgenossen. Aus diesem Grund wurde das Instrument auch nicht gleichschwebend gestimmt, sondern mit einer wohltemperierten Stimmung nach Kirnberger III versehen. Hierbei behält jede Tonart ihre eigene Charakteristik und trägt so zur besonderen Klangfarbenvielfalt des Instruments bei.

Darüber hinaus lassen sich die einzelnen Register aber auch sehr gut mischen, um der Orgelmusik der deutschen Romantiker entgegenzukommen. Dies entspricht dem Klangideal einer mitteldeutschen Orgel des ausgehenden 18. Jahrhunderts, die die Grundtönigkeit gegenüber den sehr hellen frühbarocken Instrumenten verstärkt und um Streicheregister wie die charaktervolle Gambe oder den schlanken Salicional ergänzt. Felix Mendelssohn Bartholdy, ein früher Vertreter der deutschen Romantik, hat auf diesen Orgeln gespielt und seine Orgelwerke dafür geschrieben. Eine Besonderheit der Orgel ist das kleine Echowerk, welches vom dritten Manual aus spielbar ist. Es ist mit seinen zwei zartintonierten Registern vor allem für das Continuospiel und zur Begleitung von Soloinstrumenten oder Sänger gedacht und soll dem angemessenen dienen. Zudem eignet es sich hervorragend zur Darstellung von Echostellen.

 

Disposition

 

Hauptwerk (II) C- g´´´                                            Rückpostiv (I) C – g´´´

Bordun 16´                                                                 Copel 8´
Principal 8´                                                                 Salicional 8´
Rohrflöte 8´                                                               Prinzipal 4´
Gambe 8´                                                                    Holzflöte 4´
Oktave 4´                                                                    Nasat 2 2/3´                        
Spitzflöte 4´                                                               Waldflöte 2´
Oktave 2´                                                                    Terz 1 3/5´
Quinte 2 2/3´                                                             Sifflöte 1 1/3´
Mixtur 4-5-fach                                                         Scharff 4fach
Trompete 8´                                                               Dulcian 8´
Tremulant                                                                   Krummhorn 8´ 
                                                                                       Tremulant

Pedal C – f´                                                               
Prinzipal 16´                                                               Brustpositiv (III) Echowerk                       
Subbaß 16´                                                                 Gedackt 8´                               
Oktave 8´                                                                    Rohrflöte 4´
Gedackt 8´
Choralbaß 4´
Flöte 4´
Posaune 16´
Trompete 8´

 
Alle Normalkoppeln (I/P, II/P, I/II), 3000 Setzer, mechanische Spieltraktur, Temperatur: Kirnberger III